Tipps für eigene Pressearbeit
Druckzentrum und Redaktion des "Neuen Tags" kennengelernt
von den Studierenden Sandro Strigl und Andreas Maier

Die Studierenden der Höheren Landbauschule Weiden-Almesbach (HLS) haben im Januar 2018 das Druckzentrum und die Redaktion der Lokalzeitung "Der Neue Tag" besucht. Dabei erfuhren sie auch, wie sie mit der Presse zusammenarbeiten können.

Die Besichtigung des Druckzentrums des Neuen Tags startete mit einer Einführung im Medienraum. Die Schüler und HLS-Lehrkraft Frau Prey erfuhren beispielsweise, warum Verwaltung und Technik beim Neuen Tag seit 2010 getrennt sind. Am alten Standort in der Weigelstraße sind Geschäftsführung, Verwaltung und Redaktion verblieben, im Gewerbegebiet Weiden-West steht seit 2011 das neue Druckzentrum. Der Neubau wurde notwendig, da die 16 Jahre alte Druckmaschine ausgetauscht werden musste, die Kapazität war zu klein für die aktuellen Aufträge.
73.000 Lokalzeitungen täglich
Vom obersten Stock des Druckzentrums aus konnte die Gruppe die Maschine von oben betrachten. Sie wiegt 150 Tonnen und hat in der Anschaffung acht Millionen Euro gekostet. In einer Stunde druckt sie im Durchschnitt 45.000 Zeitungen mit circa 48 Seiten - das sind zwölf Stück in der Sekunde. Für die 73.000 Lokalzeitungen, die täglich gedruckt werden, werden circa zwei Stunden benötigt und die technische Rüstzeit, bis die Maschine zum Druck bereit ist, beträgt 2,5 Stunden. Da die Maschine mit den Lokalzeitungen nicht ausgelastet wäre, werden tagsüber noch Prospekte, Werbebroschüren u.ä. gedruckt.
Rotationsleitstelle
Danach ging es in die Rotationsleitstelle, in der die Maschine zu 98 Prozent der Zeit bedient wird, das heißt von hier aus wird das Drucken überwacht. Die restliche Zeit wird benötigt, die Maschine zu warten und auf- und abzuplatten. In der Leitstelle werden auch die Platten per Laserstrahl bedruckt, die in die Drucktürme eingesetzt werden. Es wird pro Seite und Farbe eine Platte benötigt. Die Maschine druckt mit vier Farben: Schwarz, Blau, Rot und Gelb.
Guter Kontakt zur Redaktion
Der stellvertretende Chefredakteur Herr Gohlke erklärte den Besuchern, wie die Arbeit in der Redaktion abläuft. Die Studierenden lernten einiges dazu - zum Beispiel, was es zu beachten gilt, wenn man mit der Presse als Betriebsleiter zusammenarbeiten möchte.

Das gilt es zu beachten:

  • Bevor ein Bericht in die Redaktion gereicht wird, sollte sich der Verfasser persönlich in der Redaktion vorstellen.
  • Wer einen Bericht per E-Mail schickt, muss im Betreff angeben, um was es sich konkret handelt, z. B. um einen Leserbrief, eine Kleinanzeige oder eine Veranstaltung. Da in der Redaktion täglich 600 bis 700 Mails ankommen, ist ein aussagekräftiger Betreff wichtig, damit die Mail auch ankommt und gelesen wird.
  • In der Mail sind Absender und Rückrufnummer wichtig, falls der Redakteur noch Nachfragen hat.
  • Der Bericht sollte direkt in die Mail kopiert werden und nicht als Anhang beigefügt werden, da das Öffnen von Anhängen Probleme bereiten kann.
  • Wenn über eine Veranstaltung geschrieben werden soll, ist es vom Vorteil, vorher die Redaktion zu informieren. Wenn ein Redakteur Zeit hat, kommt er gerne persönlich zur Veranstaltung.